20. März 2026 Jaco Steehouwer Lesezeit: 2 Minuten

Transparenz in einem turbulenten Markt: Aluminium-Update

Der Aluminiummarkt befindet sich derzeit in einer außergewöhnlich turbulenten Phase.

Aufgrund einer Kombination aus geopolitischen Spannungen, logistischen Störungen und strukturellen Marktengpässen steht die globale Verfügbarkeit unter Druck, und die Aluminiumpreise sind stark gestiegen. Wir möchten diese Gelegenheit nutzen, um Sie über die Situation und die möglichen Folgen für Preise, Lieferzeiten und Verfügbarkeit zu informieren.

Geopolitische Lage: Krieg im Iran und Blockade der Straße von Hormus

Die jüngste Eskalation des Konflikts zwischen den USA/Israel und Iran hat direkte Folgen für die weltweite Aluminiumversorgung. Die Länder des Golf-Kooperationsrats (GCC) – darunter Katar, Bahrain und die VAE – produzieren jährlich über 6,2 Millionen Tonnen Aluminium, von denen mehr als 80 % über die Straße von Hormus exportiert werden.

Diese entscheidende Schifffahrtsroute wurde durch den Krieg praktisch blockiert, was dazu führte:

  1. Rohstoffe wie Bauxit und Aluminiumoxid erreichten die Schmelzwerke nicht rechtzeitig;
  2. der Export von fertigem Aluminium wurde stark verzögert oder gestoppt;
  3. Schiffe mussten um das Kap der Guten Hoffnung segeln, was zu höheren Kosten und längeren Transitzeiten führte..

Mehrere Produzenten mussten bereits die Produktion reduzieren. So hat Aluminium Bahrain (Alba) beispielsweise 19 % seiner Kapazität eingestellt, während Qatalum aufgrund von Gasbeschränkungen mit etwa 60 % betrieben wird. Weitere Produktionskürzungen in der Region werden erwartet.

Weltweit starke Preissteigerungen

Der Markt reagiert stark auf diese Störungen:

  1. Der LME-Aluminiumpreis stieg innerhalb weniger Tage um mehr als 10 % auf den höchsten Stand seit vier Jahren.
  2. Die regionalen Prämien sind stark gestiegen:

Rotterdam: +33 %
US-Mittlerer Westen: +8 % (über bereits Rekordwerte)
Asien: +70 %

Diese Anstiege sind wahrscheinlich nur ein Vorbote weiterer Zunahmen, falls die Blockade von Hormus anhält.

 

 

Strukturelle Marktengpässe verschärfen die Auswirkungen

Der Markt war bereits vor dem Krieg angespannt, weshalb:

  1. Chinas Produktionsobergrenze von 45 Millionen Tonnen pro Jahr für primäres Aluminium;
  2. hohe globale Energiepreise;
  3. ein begrenztes Wiederstarten von Schmelzanlagen in der EU und den USA;
  4. Die schnell steigende Nachfrage unter anderem durch Elektrofahrzeuge und erneuerbare Energien.

Die aktuelle geopolitische Krise verschärft diese strukturellen Engpässe und schafft das Risiko einer Phase reduzierter Aluminiumverfügbarkeit.

Folgen für unsere Kunden

Obwohl wir unsere Bestände und Lieferkette aktiv verwalten, können wir die Auswirkungen dieser außergewöhnlichen Umstände nicht vollständig neutralisieren.

Daher ist es wichtig, Folgendes im Hinterkopf zu behalten:

  1. Preiserhöhungen sind unvermeidlich. Aufgrund extremer Volatilität geben wir Kurse mit begrenzter Gültigkeit aus, basierend auf dem damaligen LME und den Wechselkursen. Unsere Preise werden auf Basis dieser Preise zum Zeitpunkt der Bestellung aktualisiert, falls erforderlich.
  2. Wir besprechen große Bestellungen im Voraus, um sicherzustellen, dass wir weiterhin unser Serviceniveau und unsere Lieferzuverlässigkeit garantieren können.
  3. Logistische Verzögerungen können aufgrund begrenzter Transportkapazitäten und längerer Transportzeiten auftreten.

Gemeinsam vorwärts

Wir verstehen, dass diese Entwicklungen Ihre Geschäftsabläufe beeinträchtigen. Wir sind daher der Meinung, dass Transparenz unerlässlich ist. Wir werden die Situation weiterhin genau beobachten, und Sie können uns jederzeit kontaktieren, um sich nach dem aktuellen Stand der Dinge zu erkundigen.