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22. Dezember 2025

Aluminiumrecycling für eine nachhaltige Zukunft

Aluminium als Lösung

In einer Welt, die mit den Folgen des Klimawandels und der Erschöpfung der natürlichen Ressourcen zu kämpfen hat, bietet Aluminium eine Lösung.

Das Metall ist vielseitig, stark und ohne Qualitätsverlust unendlich oft recycelbar. Diese Eigenschaften machen Aluminium wichtig für den Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschaft. Aluminium bietet nicht nur eine nachhaltige Alternative zu Primärrohstoffen, sondern ist auch ein Baustein der Kreislaufwirtschaft. Mit fast 90 Jahren Erfahrung im Metallrecycling engagiert sich Roba Metals für innovative Lösungen, um Aluminium auf nachhaltigere Weise zu verarbeiten.

Unendliches Recycling

„Aluminium kann unendlich oft recycelt werden, ohne dass es an Qualität verliert. Nennen Sie mir einen guten Grund, warum wir unnötigerweise Bauxit aus der Erde gewinnen sollten, um daraus mit energieintensiven Verfahren Primäraluminium herzustellen“, sagt Fred van den Ham, Direktor Recycling bei Roba Metals. „Das Recycling von Aluminium spart bis zu 95 % Energie im Vergleich zur Herstellung aus Rohbauxit. Das ist nicht nur nachhaltiger, sondern angesichts der wachsenden Nachfrage nach diesem Metall auch notwendig.“

Eigene Aluminiumschmelzen

Roba Metals verfügt über vier eigene Schmelzanlagen in den Niederlanden und Belgien. Diese Anlagen ermöglichen es, Aluminiumabfälle in wertvolle Rohstoffe und Legierungen umzuwandeln. Dieser Fokus auf Nachhaltigkeit hat es ihnen ermöglicht, innovative Techniken zu entwickeln, die über das Standardrecycling hinausgehen. So verarbeitet das Unternehmen Aluminiumfolie mit einem Kunststoffanteil von bis zu 20 %, was das Recycling in Europa weiter vorantreibt.

Closed-Loop-Prinzip

Eines der ehrgeizigsten Ziele der Aluminiumindustrie ist die Verwirklichung eines vollständig geschlossenen Kreislaufs. Dabei werden Aluminiumprodukte am Ende ihrer Lebensdauer zu neuen, gleichwertigen Produkten recycelt. Van den Ham erklärt: „Das Closed-Loop-Prinzip minimiert Abfallströme und reduziert den Bedarf an Primärrohstoffen. Es sorgt dafür, dass Aluminium immer wieder verwendet werden kann, ohne dass seine ursprünglichen Eigenschaften verloren gehen.“ Ein Beispiel für diesen zirkulären Ansatz ist die Zusammenarbeit mit Royal Vaassen, einem Spezialisten für Verpackungslösungen für Lebensmittel. Paul van den Brink, Country Manager bei Royal Vaassen, erzählt: „Unsere Aluminiumfolie bietet eine 100-prozentige Barriere gegen Feuchtigkeit und Sauerstoff, was die Haltbarkeit von Produkten erheblich verlängert. Durch die Zusammenarbeit mit Roba Metals können wir nun auch die Abfallströme unserer Kunden, wie z. B. die ausgeschnittenen Folienreste, optimal wiederverwenden. Das ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch finanziell attraktiv für den Kunden. Es senkt die Kosten.“

Mehr über unseren Recycling-Ansatz

Innovation als Motor

Roba Metals investiert kontinuierlich in neue Technologien, um den Recyclingprozess effizienter und umweltfreundlicher zu gestalten. So plant das Unternehmen die Anschaffung eines zusätzlichen Ofens, der mit den neuesten energiesparenden Techniken ausgestattet ist und die Kapazität um etwa 15.000 Tonnen pro Jahr erhöht. Darüber hinaus untersucht das Unternehmen die Anwendung der Pyrolyse, einem Verfahren, bei dem thermische Behandlungen eingesetzt werden, um stark verschmutztes Aluminium zu reinigen. Dadurch kann sogar Aluminium mit einem Kunststoffanteil von bis zu 50 % wiederverwendet werden.

Van den Ham betont das Potenzial: „Mit diesen Innovationen reduzieren wir nicht nur den Abfallstrom, sondern sorgen auch dafür, dass wirklich nichts mehr verloren geht. Wir prüfen sogar, ob wir die Salzschlacke, ein Restprodukt des Schmelzprozesses, bald vollständig vor Ort verarbeiten können. Damit sparen wir monatlich Dutzende von Lkw-Fahrten nach Deutschland.“

Geteilte Verantwortung

Sowohl Roba Metals als auch Royal Vaassen sind der Meinung, dass der Schlüssel zum Erfolg in der Zusammenarbeit liegt. „Wenn wir mit unseren Partnern klare Vereinbarungen über Abfalltrennung und Recycling treffen, können wir gemeinsam etwas bewirken“, sagt Van den Brink. Er verweist auf den Druck, unter dem große Verbrauchermarken stehen, ihren ökologischen Fußabdruck zu verringern: „Mit unserem gemeinsamen Ansatz entlasten wir nicht nur unsere Kunden, sondern helfen ihnen auch, ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.“ Van den Ham fordert außerdem die Regierungen auf, zu diesem Wandel beizutragen. „Die aktuellen Vorschriften erschweren den grenzüberschreitenden Transport von Aluminiumabfällen innerhalb der EU, obwohl wir in Europa gerade mehr geschlossene Kreisläufe fördern sollten. Eine flexiblere Politik kann dafür sorgen, dass wertvolle Materialien in Europa bleiben und optimal wiederverwertet werden.“

Zukunftsmöglichkeiten

Die Nachfrage nach Aluminium wird in den kommenden Jahren weiter steigen, angetrieben durch den Bedarf an leichteren, stärkeren und nachhaltigeren Materialien in Branchen wie Mobilität, Bauwesen und Verpackung. Dies bringt jedoch auch Herausforderungen mit sich, wie beispielsweise die Sicherstellung ausreichender Inputmaterialien für das Recycling. Van den Ham sieht dies jedoch mit Zuversicht: „Derzeit sind 75 % des jemals produzierten Aluminiums noch in Gebrauch. Das zeigt, wie nachhaltig und wertvoll dieses Metall ist.“ Van den Brink pflichtet ihm bei: „Durch innovative Techniken und intelligente Kooperationen können wir die Auswirkungen unserer Industrie weiter reduzieren. Und vergessen wir nicht: Je weniger Abfall wir produzieren, desto besser. Reduzieren ist immer die beste Lösung.“

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