Die jüngste Eskalation des Konflikts zwischen den USA/Israel und Iran hat direkte Folgen für die weltweite Aluminiumversorgung. Die Länder des Golf-Kooperationsrats (GCC) – darunter Katar, Bahrain und die VAE – produzieren jährlich über 6,2 Millionen Tonnen Aluminium, von denen mehr als 80 % über die Straße von Hormus exportiert werden.
Diese entscheidende Schifffahrtsroute wurde durch den Krieg praktisch blockiert, was dazu führte:
- Rohstoffe wie Bauxit und Aluminiumoxid erreichten die Schmelzwerke nicht rechtzeitig;
- der Export von fertigem Aluminium wurde stark verzögert oder gestoppt;
- Schiffe mussten um das Kap der Guten Hoffnung segeln, was zu höheren Kosten und längeren Transitzeiten führte..
Mehrere Produzenten mussten bereits die Produktion reduzieren. So hat Aluminium Bahrain (Alba) beispielsweise 19 % seiner Kapazität eingestellt, während Qatalum aufgrund von Gasbeschränkungen mit etwa 60 % betrieben wird. Weitere Produktionskürzungen in der Region werden erwartet.